Entdeckungs- und Aktionsdialog (EAD)

Aktion

Zusammenarbeit, Herausforderungen besprechen, Ideenfindung, Offenheit in der Gruppe, Problemanalyse, Strukturen aufbrechen, Problemlösung

Kommunikation, Kreativität, Evaluation, Innovation, Innenblick, Selbstreflexion

Bis 30 Min., Bis 60 Min., 60-120 Min.

6-15 Personen

Fortgeschritten

Wachstumszone

Einführung

Mit Hilfe von EAD kann eine Gruppe oder Gemeinschaft leicht Praktiken und Verhaltensweisen erkennen, die es einigen Personen ermöglichen, besser als andere Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden – ohne dass sie Zugang zu speziellen Ressourcen oder sonst irgendwelche günstigeren Bedingungen hätten. Diese werden als „positiv abweichende“ (PA) Verhaltensweisen und Praktiken bezeichnet. EADe ermöglichen es Menschen in der Gruppe oder Gemeinschaft, diese PA-Praktiken selbst zu entdecken.

EADe schaffen auch günstige Bedingungen, um die Kreativität der Teilnehmenden in geschützten Räumen zu stimulieren, in denen sie neue und effektivere Praktiken erfinden können. Widerstand gegen Veränderungen wird reduziert, da die Teilnehmenden frei entscheiden können, welche Praktiken sie anwenden oder ausprobieren und welche Probleme sie angehen wollen. EADe ermöglichen es, Lösungen selbstständig und auf direktem Wege zu erreichen.

Erforderliche Tools (was Sie benötigen)

  • ein Online-Whiteboard-Tool oder Slack oder Google Docs, wählen Sie ein Tool aus, das die Verwendung einer großen, zoombaren Leinwand ermöglicht.
  • ein Videokonferenz-Tool Ihrer Wahl

Schritte

  1. Strukturierende Einführung: Fordern Sie die Teilnehmenden auf, stillschweigende oder latente Lösungen für eine gemeinsame Herausforderung aufzudecken, die unter den Mitgliedern der Arbeitsgruppe oder Gemeinschaft verborgen sind. Bitten Sie alle, die daran interessiert sind, das Problem zu lösen, sich einer kleinen Gruppe anzuschließen und an einem EAD teilzunehmen. Stellen Sie in der Gruppe sieben aufeinander aufbauende Fragen:
    • Woher wissen Sie, dass Problem X vorliegt?
    • Wie tragen Sie effektiv zur Lösung von Problem X bei?
    • Was hindert Sie daran, dies ständig zu tun?
    • Kennen Sie eine Person, die Problem X häufig lösen und Barrieren überwinden kann? Welche Verhaltensweisen oder Praktiken haben seinen oder ihren Erfolg ermöglicht?
    • Haben Sie irgendwelche Ideen?
    • Was muss getan werden, damit es passiert? Irgendwelche Freiwilligen?
    • Wer muss noch mitmachen?
  2. Anordnung des Raums: Platzieren Sie jedes Thema in einem anderen Bereich des Boards und verteilen Sie die Themen so, wie Sie es an den Wänden eines physischen Raums tun würden. Bitten Sie die Teilnehmenden, im Verlauf der Übung, die einzelnen Abschnitte aufzusuchen und zu vergrößern.
  3. Steuern der Beteiligung:
    • Der Moderator/die Moderatorin stellt die Fragen.
    • Alle Anwensenden sind eingeladen, mitzumachen und beizutragen.
    • Alle Gruppenmitglieder haben die gleiche Chance, sich einzubringen.
  4. Gruppenzusammensetzung:
    • Der Moderator/die Moderatorin arbeitet mit einer weiteren Person zusammen, welche die Protokollierung übernimmt.
    • Die Gruppengröße kann 5-15 Personen betragen.
    • Vielfalt an Rollen und Erfahrungen innerhalb einer Gruppe ist von großem Vorteil.
  5. Arbeitsschritte und Zeiteinteilung:
    • Nennen Sie den Hauptzweck des im EAD zu diskutierenden Vorhabens und laden Sie die Teilnehmenden zu einer kurzen Vorstellungsrunde ein. 5 Minuten.
    • Stellen Sie die oben genannten sieben Fragen nacheinander in der dort angegebenen Reihenfolge. Richten Sie die Fragen an die gesamte Gruppe und geben Sie allen Mitgliedern die Möglichkeit, sich zu jeder Frage zu äußern. Stellen Sie sicher, dass die protokollierende Person alle Erkenntnisse und Ideen, die aufkommen, sofort festhält. Großartige Einfälle können auftauchen, wenn Sie es am wenigsten erwarten. 15–60 Minuten
    • Bitten Sie die protokollierende Person, Erkenntnisse, Ideen und andere Personen, die noch einbezogen werden müssen, zusammenzufassen. 5 Minuten.

Tipps & Tricks

  • Frage Nr. 2 besteht oft aus zwei Teilen: Wie wirkt sich das Problem auf das Individuum persönlich aus und wie wirkt es sich auf andere aus. Zum Beispiel: „Was tun Sie, um sich vor Infektionen zu schützen, und was tun Sie, um eine Infektionsübertragung zu verhindern?“ oder „Was tun Sie, um Ihre Lernenden bei der Stange zu halten, und was tun Sie, um Ihre eigene Motivation und Energie aufrechtzuerhalten?
  • Schaffen Sie ein zwangslose Atmosphäre, beginnen Sie gegebenenfalls mit einer Anekdote.
  • Achten Sie darauf, wenn sich in Ihrem Kopf Urteile darüber bilden, was richtig oder falsch ist. Zählen Sie dann bis zehn und „lassen Sie es los“, bevor Sie etwas sagen. (Sie müssen möglicherweise ihre protokollierende Person oder ihre/n Co-Moderator/in um Hilfe bitten).
  • Vermeiden Sie Aussagen wie „das ist eine gute Idee“ und lassen Sie den Teilnehmenden Raum für ihre eigene Einschätzungen.
  • Zeigen Sie echte Neugier an den Beiträgen der Teilnehmenden, ohne die Fragen selbst zu beantworten: Arbeiten Sie denen zu, die die Arbeit machen müssen.
  • Vergeben Sie keine Arbeitsaufträge und nehmen Sie auch keine an!
  • Seien Sie nicht zu harsch mit sich selbst! Für diese Technik ist viel Moderation-Übung erforderlich. Bitten Sie die protokollierende Person unbedingt um Feedback.

Wann ist die Aktivität erfolgreich abgeschlossen? Schlussfolgerung?

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